The uncharted wild being
2018

Performance, Installation, Video
2025
Erntefest und Bodenforum
Stiftung Kunst und Natur Nantesbuch
2024
Phyto Poetic Symposium
Muffatwerk München
2019
lost in shrubland
Aural Galería Alicante
2019
Shelter
Erlöserkirche München
2018
Einäugiger Zuschauer
galerieGEDOKmuc München
material
gras, twigs, foam
"The uncharted wild being", 2018-2019, photography: Manuel Eitner

Performance in urban spaces and the suburbs. Costume made from natural materials, foam, and Styrofoam. Filmed by Manuel Eitner and with a self-timer.

The “uncharted wild creature” is a being that is part of nature but lives on the fringes of human civilization. In some cases, the wild creature even strays into the city. It is in these moments in particular that it is cut off from its natural habitat. The wild creature represents an aspect of our existence on various levels: when we live completely cut off from nature in a physical sense, we lose touch with our origins. Those who are cut off from their own inner vitality, from powerful life energies, turn into the walking dead, becoming deeply depressed individuals. The realization that humans are part of nature, on a par with trees, stones, and birds, connected and in a sense humble, leads to a much healthier way of living. Both for ourselves and for the planet.


„Verloren wirkt dieser kleine Strohhaufen, wie er da versucht über die Straße zu kommen. Zögernd setzt er einen Fuß über die Bordsteinkante, um ihn sofort wieder zurückzuziehen. Es ist dunkel, es regnet, und der Fluß der Autos ist gnadenlos. Keine Chance ür das selstame Wesen auf zwei Beinen das da im Feierabendverkehr irrlichtert, als hätte ein sadistischer Gott es dort ausgesetzt. Man weiß nicht recht, ob man die zerzauste Kreatur niedlich oder unheimlich finden soll (...). Mal stapft das Geschöpf zwischen den Pfeilern einer Straßenbrücke, mal treibt es sich bei den Stämmen eines Holzlagers herum oder durchquert bei dichte, Schneetreiben einen Wald. Wie ein Tier, das auf der Hut ist, beobachtet von einem Jäger? Oder einem Naturfilmer? Von uns? Das Auge einer sehr stillen Kamera jedenfalls wahrt stets wohlwollende Distanz. „Es ist dieses unerforschte Wesen, dem ich versuche, nahezukommen, und das mir immer wieder entwischt“, sagt Judith Egger über ihre aktuelle Ausstellung „Lauschen und Lauern“. Seit Jahren betreibt die Münchner Künstlerin Feld- und Tiefseelenforschung, um auf etwas zu stoßen, das viele Namen hat: das Unkontrollierbare, Unkalkulierbare, Unbekannte, Unbeherrschte.

Jutta Czegun, aus dem Artikel “Das Wilde in uns”, Süddeutsche Zeitung, 7.12.2019

Erste Skizze des wilden Wesens, Tinte auf Papier, 2017

Haben wir uns nicht schon längst von der Natur entfremdet? Wie viel Wildes ist in uns noch vorhanden? Ist uns bewusst, welche Anteile des Instinkthaften, Unergründlichen durch die Zivilisierung in uns verloren gegangen ist? Wie finden wir zu einer lebendigen, gesamtheitlichen Wahrnehmung des Existentiellen zurück?

Münchner Feuilleton, Erika Wäcker-Babnik, 8.02.2020
Erste Skizze des wilden Wesens für die Ausstellung in der GEDOKmuc, Tinte auf Papier, 2017
„The uncharted wild being“, Video 3

"It is this unexplored being that I try to
approach, and which repeatedly eludes me."

Judith Egger
Das wilde Wesen, Schleißheimerstraße München, 2017, Foto: Diana Popova

Exhibitions

2025
Erntefest und Bodenforum
Stiftung Kunst und Natur
Performance
Nantesbuch
20.05 bis 30.10.2025
2024
Phyto Poetic Symposium
Muffatwerk
curated by Dr. Daniela Rippl, Ruth Geiersberger & Prof. Dr. Dr. Gabriele Brandstetter
Performance
München
13.09 bis 14.09.2024
2019
Aural Galería
curated by Laura Sánchez Serrano
Alicante
Spanien
04.05 bis 28.06.2019
2019
Erlöserkirche
curated by Werner Mally
Installation
München
24.02 bis 11.04.2019
2018
Einäugiger Zuschauer
galerieGEDOKmuc
curated by Diana Popova
Video
München
01.01 bis 01.01.2018

Press

2019
Das Wilde in uns

Jutta Czeguhn

Süddeutsche Zeitung
Titel
Das Wilde in uns
Art
Presse
Autor:innen

Jutta Czeguhn

Erschienen
06-12-2019
Verlag
Süddeutsche Zeitung